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AlgoVerdict
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Prop-Firm-Test · Stand

FTMO

4,2Partner
Modell
1-Step oder 2-Step FTMO Challenge → FTMO Account
Profit-Split
2-Step: 80 % · 90 % mit Scaling-Plan · 1-Step: 90 % ab Start
Plattformen
MT4, MT5, cTrader, TradingView
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Marktführende Prop-Firm seit 2015 mit transparenten Regeln, zuverlässigen Zweiwochenausschüttungen und einem klar strukturierten Skalierungsplan – der Referenzpunkt der Branche für EA-Trader.

AlgoVerdict-Score

Gewichtet aus 6 Kriterien — Gewichtung in Prozent.

Auszahlungs-Zuverlässigkeit25 %
5,0
Challenge-Kosten20 %
3,5
Profit-Split20 %
4,5
Regelwerk15 %
3,5
EAs erlaubt10 %
4,0
Skalierung10 %
4,5
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So haben wir geprüft

Geprüft von
Pitt PetruschkeBetreiber von AlgoVerdict · Methodik
Zuletzt geprüft
Fakten, Note und Belege auf diesem Stand
Belege (12) · abgerufen am
Alle 12 Belege anzeigen
Änderungen
  1. Fakten gegen ftmo.com geprüft: 1-Step-Gebühr wird nicht erstattet und zahlt 90 % ab Start, TradingView ergänzt, News-Regel (±2 Min.) und Auszahlungsablauf präzisiert, Kennzahlen aktualisiert. Note unverändert 4,2.
Modell
1-Step oder 2-Step FTMO Challenge → FTMO Account
Gegründet
2015
Standort
Prag, Tschechische Republik
Plattformen
MT4, MT5, cTrader, TradingView
Challenge
2-Step: Phase 1 (10 % Ziel) + Phase 2 (5 % Ziel), mind. 4 Handelstage · 1-Step: 10 % Ziel + Best-Day-Regel
Kapitalgrößen
10.000–200.000 USD
Gebühren
2-Step €89–€1.080 (mit erster Auszahlung erstattet) · 1-Step €79–€999 (nicht erstattet)
Profit-Split
2-Step: 80 % · 90 % mit Scaling-Plan · 1-Step: 90 % ab Start
Max. Tagesverlust
5 % (2-Step) · 3 % (1-Step) des Startkapitals
Max. Gesamtverlust
10 % des Startkapitals (statisch bei 2-Step, End-of-Day-Trailing bei 1-Step)
Skalierung
+25 % Kontokapital alle 4 Monate bei ≥10 % Nettogewinn und 2 Auszahlungen · max. 2 Mio. USD
EAs erlaubt
Ja – MT4, MT5, cTrader; max. 2.000 Server-Requests pro Tag
News & Wochenende
Im Standard-FTMO-Account kein Öffnen/Schließen ±2 Min. um ausgewählte News, Positionen vor dem Wochenende schließen · Swing-Typ (nur 2-Step) ohne diese Regeln
Auszahlung
Antrag ab Tag 14 nach dem ersten Trade · Prüfung und Versand je meist 1–2 Werktage
  • Marktführende Auszahlungszuverlässigkeit – nach eigenen Angaben über 650 Mio. USD seit 2015 ausgezahlt, Trustpilot 4,8/5
  • Klare, öffentlich dokumentierte Handelsregeln ohne versteckte Klauseln
  • Skalierungsplan bis 2 Mio. USD Kapital mit 90 % Profit-Split nach Erfüllung
  • Gebühr der 2-Step-Challenge wird mit der ersten Auszahlung erstattet
  • Breite Plattformauswahl: MT4, MT5, cTrader, TradingView; EAs und automatisierte Strategien erlaubt
  • Zweistufiger Challenge-Prozess kostet Zeit; der schnellere 1-Step-Weg hat dafür ein 3-%-Tageslimit und eine nicht erstattbare Gebühr
  • Tagesverlustlimit von 5 % (2-Step) ist eng; Scalping-EAs mit größeren Intraday-Drawdowns geraten schnell ans Limit
  • News- und Wochenend-Beschränkungen im Standard-FTMO-Account nach Bestehen (nicht während der Challenge)

Überblick

FTMO ist seit 2015 die meistzitierte Adresse im Prop-Trading-Segment – und das aus gutem Grund. Das tschechische Unternehmen hat das Modell der bezahlten Evaluierung praktisch miterfunden: Trader zahlen eine einmalige Gebühr, bestehen eine standardisierte Challenge und erhalten danach Zugang zu einem simulierten Handelskonto mit echtem Gewinnanteil. Mit nach eigenen Angaben über 4,5 Millionen Kunden in mehr als 140 Ländern und über 650 Millionen USD ausbezahlten Rewards ist FTMO gemessen an Größe und Auszahlungshistorie der Branchenstandard, an dem andere Prop-Firms gemessen werden.

Für Algo-Trader und EA-Betreiber ist FTMO besonders relevant: MT4, MT5 und cTrader werden unterstützt (dazu TradingView), automatisierte Systeme sind grundsätzlich erlaubt, und die Regeln sind präzise genug formuliert, um einen EA darauf auszurichten. Das unterscheidet FTMO von Anbietern, die ihre Regelwerke absichtlich vage lassen.

Challenge-Modell & Kosten

FTMO bietet zwei Evaluierungswege an. Der klassische 2-Step-Weg verlangt in Phase 1 (FTMO Challenge) 10 % Gewinnziel und in Phase 2 (Verification) 5 % – jeweils bei 5 % max. Tagesverlust und 10 % max. Gesamtverlust. Mindestens vier Handelstage müssen absolviert werden; ein Zeitlimit gibt es nicht. Das setzt auf Konsistenz statt Speed.

Der neuere 1-Step-Weg komprimiert die Prüfung auf eine Phase mit 10 % Gewinnziel, 3 % Tagesverlustlimit und einer zusätzlichen Best-Day-Regel: Kein einzelner Handelstag darf mehr als 50 % des summierten Gewinns aus allen profitablen Tagen ausmachen. Diese Regel ist ein zweischneidiges Schwert – sie verhindert Cherry-Picking nach einem Glückstag, bestraft aber EAs mit stark ungleichmäßiger Gewinnverteilung.

Die Gebühren der 2-Step-Challenge liegen zwischen €89 (10.000-USD-Konto) und €1.080 (200.000-USD-Konto) und werden mit der ersten Auszahlung zurückerstattet. Die 1-Step-Challenge ist mit €79 bis €999 etwas günstiger, die Gebühr wird dort aber nicht erstattet. Wer die Challenge nicht besteht, verliert die Gebühr – das ist der reale Einsatz im Modell. Im Branchenvergleich sind die Preise fair, aber nicht die günstigsten; dafür kauft man Seriosität und Beständigkeit.

Profit-Split & Auszahlungen

Nach bestandener 2-Step-Evaluation erhält ein FTMO-Trader standardmäßig 80 % der simulierten Gewinne; wer über den 1-Step-Weg kommt, startet direkt mit 90 %. Eine Auszahlung lässt sich ab dem 14. Tag nach dem ersten Trade beantragen, danach im Zwei-Wochen-Rhythmus. FTMO gibt für die Prüfung des Antrags ein bis zwei Werktage an und für den Versand nach Rechnungsfreigabe in der Regel ein bis zwei weitere. Die Trustpilot-Bewertung von 4,8 spiegelt überwiegend positive Auszahlungserfahrungen wider.

Wer auf einem 2-Step-Konto den Scaling-Plan erfüllt, steigt auf 90 % Anteil. Die Bedingungen: mindestens 4 Monate Handel seit Start oder letzter Aufstockung, mindestens zwei bearbeitete Auszahlungen in diesem Zeitraum, ≥10 % Nettogewinn im selben 4-Monats-Fenster und ein positiver Kontostand. Das Konto wird daraufhin um 25 % aufgestockt. Maximal sind 2 Millionen USD Kapital erreichbar – für EA-Trader mit konsistenter Strategie ein realistischer Wachstumspfad.

Regeln (Drawdown / Tagesverlust)

Die Drawdown-Regeln sind das kritischste Kapitel für EA-Trader. Beim 2-Step-Modell gilt ein statisches Maximum von 10 % Gesamtverlust bezogen auf das Startkapital – das Limit verändert sich nicht. Kritischer ist das tägliche Limit von 5 %: Es wird täglich um Mitternacht CE(S)T auf Basis des Kontostands neu berechnet. Ein Konto bei 100.000 USD, das auf 102.000 USD wächst, hat am nächsten Tag ein Tages-Limit bei 97.000 USD – die absolute Pufferzone bleibt bei 5.000 USD.

Beim 1-Step-Modell ist das Tages-Limit mit 3 % noch enger, der Gesamtverlust dagegen ebenfalls 10 %, aber als End-of-Day-Trailing-Limit: Das Maximum zieht mit dem Tagesschluss-Kontostand nach oben, kann aber nie fallen. Das begünstigt konservative EAs, die ihren Drawdown sauber kontrollieren. Scalping-EAs oder Systeme mit natürlich breiten Intraday-Schwankungen sollten die Limits vorab im Backtest prüfen – ein einmaliger Ausreißer reicht für eine Kontosperrung.

Standard-Accounts unterliegen auf dem FTMO Account (nach bestandener Challenge) zusätzlichen News-Restriktionen: Auf den betroffenen Instrumenten dürfen von 2 Minuten vor bis 2 Minuten nach ausgewählten News keine Trades geöffnet oder geschlossen werden – auch ein in diesem Fenster ausgelöster Stop-Loss oder Take-Profit zählt als Verstoß. Vorher eröffnete Positionen dürfen gehalten werden. Außerdem müssen Positionen vor dem Wochenende geschlossen werden. Der Swing-Typ (nur in der 2-Step-Challenge wählbar) hebt beide Einschränkungen auf, was für Swing-EAs relevant ist.

EA- & Algo-Eignung

FTMO erlaubt automatisierte Handelssysteme ausdrücklich – MT4 und MT5 mit Expert Advisors sind voll unterstützt, cTrader für entsprechende Algorithmen ebenso. Eine besondere Genehmigung ist nicht erforderlich. Einschränkungen betreffen nicht die Technologie, sondern die Strategie: Verboten sind unter anderem Strategien, die Preisfehler oder verzögerte bzw. externe Datenfeeds ausnutzen, koordinierte Gegenpositionen über mehrere Konten oder Anbieter hinweg, Ultra-High-Speed-Tools und Gap-Trading vor großen News oder längeren Marktschließungen. Ein EA darf außerdem nicht mehr als 2.000 Server-Requests pro Tag erzeugen (Öffnen, Ändern, Schließen von Orders).

Für typische EA-Portfolios aus Trend-Followern oder Mean-Reversion-Systemen gibt es keine generellen Einwände. Grid- und Martingale-Logik ist nicht pauschal verboten, kollidiert aber leicht mit FTMOs Risikomanagement-Regeln gegen Überhebelung, einseitige Wetten und kumulierte Exposition in einem Symbol. Bei gekauften Drittanbieter-EAs warnt FTMO selbst, dass viele andere Trader dieselben Trades fahren können und die Kapital-Obergrenze je Strategie dann greift. Wer seinen EA auf diese Parameter austestet, findet eine der saubersten Prop-Firm-Umgebungen des Marktes.

Skalierung

Der Scaling-Plan ist einer der attraktivsten Aspekte von FTMO. Die Kriterien sind klar und überprüfbar: 4 Monate Kontoaktivität, mindestens 10 % Nettogewinn im 4-Monats-Fenster, mindestens zwei abgeschlossene Auszahlungen. Bei Erfüllung steigt das Konto um 25 % – ein 100.000-USD-Konto wächst auf 125.000 USD, der Profit-Split klettert auf 90 %. Der 90-%-Split über den Scaling-Plan gilt für 2-Step-Konten; 1-Step-Konten zahlen ohnehin 90 %.

Das Kapitaldeckel liegt bei 2 Millionen USD über alle FTMO-Accounts eines Traders. Eine Aufstockung wird im Zuge einer Auszahlung im Kundenbereich beantragt. Für EA-Trader mit nachgewiesener Konsistenz ist das ein strukturierter Aufstieg – kein Marketing-Versprechen.

Alternativen

FTMO ist die Referenz, nicht die einzige Option. Für einen EA-Trader ist der nächste Verwandte The5ers mit deutlich niedrigeren Einstiegskosten – dort muss der Trader allerdings den Quellcode seines EAs besitzen, gekaufte Closed-Source-Roboter fallen weg. FundedNext bietet mehr Modellauswahl, beschränkt EAs aber auf Konten unter 50K und verbietet Grid-Trading; E8 Markets zahlt schnell, lässt aber MT4 weg. Alle vier nebeneinander im Prop-Firm-Vergleich für Algo-Trader, oder stöbere in allen Prop-Firm-Tests.

Fazit

FTMO ist die zuverlässigste und transparenteste Prop-Firm auf dem Markt: klare Regeln, schnelle Auszahlungen, nachgewiesene Seriosität über zehn Jahre. Wer einen EA betreibt, der die 5-%-Tagesverlust-Schranke respektiert und nicht auf News-Arbitrage oder Latenz-Exploits angewiesen ist, findet hier eine der besten Umgebungen – mit einem Skalierungspfad, der echtes Kapitalwachstum ermöglicht.