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Prop-Firmen · Stand 03.11.2026

Funding-Modelle erklärt: Prop-Challenge, Instant Funding, Darwinex Zero, Copy Trading und eigenes Kapital

Mit fremdem Kapital traden geht auf fünf Wegen: über eine Prop-Firm-Challenge, über Instant Funding ohne Prüfung, über Darwinex Zero und DarwinIA, als Signalanbieter im Copy Trading oder mit eigenem Geld. Wie jedes Modell funktioniert, was es kostet, welche Drawdown-Regeln gelten, wann ausgezahlt wird, wer das Verlustrisiko trägt und welche EAs dazu passen.

Redaktion AlgoVerdict, verantwortlich: Pitt PetruschkeAktualisiert

Auf dieser Seite

Kapital ist für viele Algo-Trader der Engpass, nicht die Strategie. Ein EA, der auf einem eigenen 5.000-€-Konto solide läuft, wirft dort kaum genug ab, um die Zeit zu rechtfertigen. Deshalb gibt es inzwischen mehrere Modelle, mit fremdem Kapital zu handeln, und sie funktionieren grundverschieden. Dieser Ratgeber stellt fünf Wege nebeneinander: wie sie ablaufen, was sie kosten, welche Regeln gelten, wann und worauf du bezahlt wirst, wer das Verlustrisiko trägt und welche EAs dazu passen.

Zahlen zu einzelnen Anbietern stammen von deren Websites, mit Datum (03.11.2026) und Quelle am Ende. Wo wir ein Modell nur allgemein beschreiben, nennen wir keine Zahl. Transparenz: Zu FTMO und Darwinex Zero haben wir Partnerlinks; sie sind als Anzeige markiert, und wir erhalten eine Provision, wenn du dich darüber anmeldest.

Funding-Modelle auf einen Blick

Fünf Wege, mit fremdem oder eigenem Kapital zu handeln. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer den Verlust trägt und worauf dein Anteil berechnet wird.

Modelle5Challenge, Instant, Darwinex Zero, Copy, eigenes Geld
Anteil Propbis 90 %z. B. FTMO, auf simulierte Gewinne
Anteil DarwinIA15 %auf Gewinne fiktiver Zuteilungen

Stand 03.11.2026, Angaben der Anbieter

Die fünf Modelle im Überblick

ModellKostenRegelnAuszahlungVerlustrisikoPasst zu
Prop-Challenge (1- oder 2-Step)Einmalgebühr je Versuch, bei 2-Step oft mit erster Auszahlung erstattetGewinnziel, Tagesverlust, Gesamtverlust (statisch oder trailing), teils MindesthandelstageAnteil am simulierten Gewinn, oft 80 bis 90 %, 14-tägig oder monatlichGebührStabilen EAs mit festem Stop-Loss und kleinem Intraday-Drawdown
Instant FundingHöhere Einmalgebühr, meist nicht erstattetKein Ziel, aber enge Grenzen, oft trailing, teils KonsistenzregelnAnteil am simulierten Gewinn, oft früher abrufbarGebührErprobten Strategien mit sehr flacher Equity-Kurve
Darwinex Zero / DarwinIAMonatsabo, optional BoosterKeine Verlustgrenzen, Risk Engine normiert das Risiko, Korrelationsregeln15 % auf Gewinne fiktiver Zuteilungen, quartalsweise (optional monatlich)AboGeduldigen Tradern mit eigener, unkorrelierter Strategie
Copy Trading / SignalanbieterEigenes Konto, PlattformgebührenRegeln der Plattform, Track Record öffentlichAbo- oder Erfolgsgebühren der FollowerEigenes KapitalTradern mit langem, sauber dokumentiertem Live-Track-Record
Eigenes KapitalSpreads, Kommissionen, SwapsNur die des Brokers (Margin, Hebel)100 % des GewinnsEigenes KapitalAllen, die Verluste in Höhe der Einzahlung tragen können
Typische Ausprägungen, keine Garantie für einzelne Anbieter. Konkrete Zahlen nennen wir nur mit Quelle und Datum im Text.

Die wichtigste Frage bei jedem Modell ist nicht der Gewinnanteil, sondern worauf er berechnet wird und was passiert, wenn es schlecht läuft. 90 % auf ein simuliertes 100.000-USD-Konto, das bei 10 % Verlust endet, sind etwas völlig anderes als 15 % auf eine fiktive 30.000-€-Zuteilung, die nie ein Konto beendet, oder 100 % auf dein eigenes Geld.

Drawdown-Regeln verstehen: statisch, trailing, täglich

Fast alle fremdfinanzierten Modelle arbeiten mit Verlustgrenzen. Drei Begriffe tauchen immer wieder auf:

  • Statischer Gesamtverlust: Die Grenze liegt fest unter dem Startkapital (bei 100.000 USD und 10 % also bei 90.000 USD) und bewegt sich nie.
  • Trailing-Gesamtverlust: Die Grenze wandert mit dem höchsten erreichten Kontostand mit, je nach Anbieter auf Basis der Equity in Echtzeit oder des Tagesschlusses. Manche Anbieter stoppen das Nachziehen, sobald die Grenze das Startkapital erreicht.
  • Tagesverlust: Der Verlust innerhalb eines Handelstags, gemessen ab Saldo oder Equity zu Tagesbeginn, offene Positionen eingeschlossen. Er beginnt jeden Tag neu.

Schema, keine echten Kurse

909510010512345678910TagStatisch: 90Trailing: Hoch − 6EquityTrailing-Grenze berührt

Tagesverlust-Grenze (nicht gezeichnet): misst den Verlust innerhalb eines Handelstags ab Start-Saldo oder Start-Equity des Tages, offene Positionen eingeschlossen, und beginnt jeden Tag neu.

Dieselbe Equity-Kurve, zwei Regeln. Statische Grenze: fest 10 % unter dem Startkapital. Trailing-Grenze: wandert 6 % unter dem bisherigen Höchststand mit, bis sie das Startkapital erreicht (so regeln es manche Anbieter). Am Tag 8 ist das Konto mit statischer Grenze noch im Spiel, mit Trailing-Grenze nicht mehr.

Für EAs heißt das: Ein Korb aus mehreren offenen Positionen zählt mit seinem schlechtesten Zwischenstand, nicht mit dem späteren Ergebnis. Grid-, Martingale- und Averaging-Strategien geraten deshalb strukturell mit Trailing- und Tagesgrenzen in Konflikt. Mehr dazu in Grid- und Martingale-EAs: die Risiken und zur Lotgröße unter Tagesgrenzen in Lotgrößen und Risiko pro Trade.

1. Prop-Firm-Challenge (1-Step oder 2-Step)

Ablauf
  1. 1Gebühr zahlen
  2. 2Phase 1: Gewinnziel
  3. 3Phase 2: kleineres Ziel
  4. 4Funded-Konto (simuliert)
  5. 5Gewinnanteil
Wer trägt den Verlust
Du verlierst höchstens die Gebühr. Das Konto ist simuliert, ein Regelbruch beendet es.
Wie du bezahlt wirst
Anteil am simulierten Gewinn, oft 80 bis 90 %, im 14-Tage- oder Monatsrhythmus.

So funktioniert es. Du kaufst eine Prüfung für eine bestimmte Kontogröße. In der 2-Step-Variante musst du in Phase 1 ein Gewinnziel erreichen, in Phase 2 ein kleineres, jeweils ohne die Verlustgrenzen zu verletzen. Die 1-Step-Variante hat nur eine Phase, dafür meist engere Grenzen oder Zusatzregeln. Danach handelst du ein Funded-Konto, das in aller Regel simuliert ist, und bekommst einen Anteil am Gewinn. Grundlagen erklärt Was ist eine Prop Firm?.

Beispiel FTMO (Stand 03.11.2026):

2-Step1-Step
Gewinnziel10 % + 5 %10 %
Max. Tagesverlust5 %3 %
Max. Gesamtverlust10 %10 %
Zusatzregelmind. 4 HandelstageBest-Day-Regel 50 %
Gebühr (10.000 bis 200.000 USD Konto)89 bis 1.080 €79 bis 999 €
Gebühr erstattetja, mit der ersten Auszahlungnein
Gewinnanteilbis 90 %90 %
Preistabelle der FTMO 2-Step Challenge mit Kontogrößen 10.000 bis 200.000 USD, Regeln und Gebühren
Screenshot ftmo.com/en/2-step-challenge, Stand 03.11.2026. Gebühr je Kontogröße und die Regeln beider Phasen; die 100.000-USD-Challenge war an diesem Tag rabattiert.

Kosten. Der Listenpreis ist die Gebühr eines Versuchs. Die echten Kosten hängen davon ab, wie viele Versuche du brauchst, denn ein Regelbruch beendet das Konto und die Gebühr ist weg. Plane ein Budget für mehrere Versuche, nicht für einen.

Auszahlung. Bei FTMO beantragst du die Auszahlung frühestens am 14. Tag nach dem ersten Trade auf dem Konto; alle Positionen müssen geschlossen sein. FTMO prüft laut eigener Angabe meist in 1 bis 2 Werktagen und zahlt nach Rechnungsfreigabe meist innerhalb von 1 bis 2 Werktagen aus, per Überweisung, Karte, Skrill oder Krypto. Andere Anbieter zahlen in anderen Takten, siehe unsere Tests von FundedNext, The5ers und E8 Markets.

Passt zu Tradern mit einer erprobten Strategie, die den maximalen Drawdown deutlich unter der Gesamtgrenze hält, und die bereit sind, nach den Regeln eines fremden Regelwerks zu handeln.

Risiken. Gebührenverlust bei Scheitern; Regeln, die sich ändern können; Verbote bestimmter Praktiken (Tick-Scalping, Latenz-Arbitrage, Kopieren zwischen Konten); News- und Wochenendregeln je Kontotyp.

Welche EAs passen. Trend- und Breakout-EAs mit festem Stop-Loss, wenigen gleichzeitigen Positionen und funktionierendem News-Filter. Die Lotgröße muss sich an der Tagesgrenze ausrichten, nicht an der Standardeinstellung des EAs. Den Ablauf mit EA beschreibt Prop-Firm-Challenge mit einem EA bestehen; EA-Tests mit Live-Daten findest du in unseren EA-Tests, ein auf Prop-Regeln ausgelegtes Paket etwa unter Prop Firm Robots App. Welche Anbieter EAs wie behandeln, vergleicht Prop Firms für Algo-Trader.

Zu FTMO AnzeigePartnerlink: Meldest du dich darüber an, erhalten wir eine Provision. An unseren Aussagen hier ändert das nichts.

2. Instant Funding: ohne Prüfung, mit engeren Grenzen

Ablauf
  1. 1Höhere Gebühr zahlen
  2. 2Konto sofort aktiv
  3. 3Engere Grenzen einhalten
  4. 4Gewinnanteil
Wer trägt den Verlust
Du verlierst höchstens die Gebühr, meist nicht erstattbar. Die Grenzen sind enger, oft trailing.
Wie du bezahlt wirst
Anteil am simulierten Gewinn, teils niedriger als nach einer Challenge, oft früher abrufbar.

So funktioniert es. Du überspringst die Challenge und kaufst direkt ein Funded-Konto. Der Preis dafür: eine höhere Einmalgebühr, die meist nicht erstattet wird, und Regeln, die enger oder anders gebaut sind, oft mit Trailing-Grenze oder Konsistenzregel. Der Gewinnanteil ist bei manchen Anbietern zunächst niedriger.

Zwei Beispiele (Stand 03.11.2026):

FTMO Instant AccountFundedNext Stellar Instant
Kontogrößen5.000 bis 100.000 USD2.000 bis 20.000 USD
Einmalgebühr169 bis 2.999 €, nicht erstattet59,99 bis 599,99 USD, nicht erstattet
Tagesverlust3 %keiner
Gesamtverlust10 %6 %, trailing
Weitere RegelnKonsistenz 30 %, Hebel bis 1:100News-Gewinne zählen zu 40 %, EAs nur per Add-on
Gewinnanteil90 %70 %, ab Stufe 3 bis 80 %
AuszahlungAntrag ab Tag 14 nach dem ersten Tradeauf Abruf ab 5 % Gewinn oder im 14-Tage-Zyklus

Ein Detail aus den FTMO-FAQ, das man leicht übersieht: Beim Instant Account setzt eine Auszahlung die Gesamtverlustgrenze nicht zurück. Wer Gewinne abzieht, rückt also näher an die Grenze heran. Ob die 10-%-Grenze bei FTMO Instant statisch oder trailing ist, nennt die Produktseite nicht; prüfe das in den Trading Objectives, bevor du kaufst.

Preistabelle des FTMO Instant Account mit Kontogrößen 5.000 bis 100.000 USD, 10 Prozent Max Loss, 3 Prozent Max Daily Loss, 30 Prozent Konsistenz und nicht erstattbarer Gebühr
Screenshot ftmo.com/en/instant-account, Stand 03.11.2026. Einmalige, nicht erstattbare Gebühr von 169 bis 2.999 €.

Kosten. Rechne die Gebühr gegen die Kontogröße. Ein Instant-Konto kostet bei FTMO pro 10.000 USD Kontogröße ein Vielfaches einer 2-Step-Challenge derselben Größe; du kaufst damit Zeit und Sicherheit, dass du nicht an einem Gewinnziel scheiterst.

Passt zu Tradern mit einer erprobten, sehr gleichmäßigen Strategie, die keine Zeit für zwei Prüfungsphasen investieren wollen und die Gebühr als Kosten abschreiben können.

Risiken. Höhere, verlorene Gebühr bei einem frühen Regelbruch; Trailing-Grenzen, die nach einem Gewinnlauf eng werden; Konsistenzregeln, die einen einzelnen starken Tag bestrafen.

Welche EAs passen. Strategien mit sehr flacher Equity-Kurve, kleinem Risiko je Trade und gleichmäßig verteilten Gewinntagen. EAs, die viel Gewinn an wenigen Tagen machen, kollidieren mit Konsistenzregeln; Grid und Martingale mit Trailing-Grenzen.

3. Darwinex Zero und DarwinIA: Track Record statt Prüfung

Ablauf
  1. 1Monatsabo
  2. 2Virtuelles Konto handeln
  3. 3DARWIN (Risiko normiert)
  4. 4Fiktive Zuteilung
  5. 515 % auf Gewinn
Wer trägt den Verlust
Du verlierst das Abo. Kein Konto-Aus bei Verlusten, aber ohne gutes Rating keine Zuteilung.
Wie du bezahlt wirst
Performance Fee auf die Zuteilung, quartalsweise mit High-Water-Mark, optional monatlich.

So funktioniert es. Du zahlst ein Abo (ab 45 € im Monat, EU/UK) und handelst ein virtuelles Konto. Nach einer Kalibrierung entsteht ein DARWIN, ein Index deiner Trades, dessen Risiko die Risk Engine auf 3,25 bis 6,5 % Monats-VaR normiert. Jeden Monat bekommt der DARWIN bei einem Rating von mindestens 75 eine fiktive Zuteilung (DarwinIA SILVER, 30.000 bis 375.000 €, 3 Monate). Auf den Gewinn der Zuteilung bekommst du 15 % Performance Fee, berechnet nach High-Water-Mark, standardmäßig quartalsweise, optional monatlich. Ab DarwinIA GOLD (mehr als acht Monate Historie und Rendite/Drawdown-Kriterien) kommt echtes Investorengeld auf Darwinex dazu.

Regeln. Kein Gewinnziel, keine Tages- oder Gesamtgrenze, kein Konto-Aus. Verluste kosten trotzdem: Sie senken das Rating und damit die Zuteilungen. Dazu kommen Korrelationsregeln und das Verbot, Signale aus einer gemeinsamen Quelle wie einem massenhaft verkauften EA zu nutzen.

Auszahlung. Gutgeschriebene Fees jederzeit ab 100 € per Banküberweisung, nach Identitäts- und Bankprüfung; laut Help Center meist innerhalb von 24 Stunden.

Passt zu geduldigen Tradern mit eigener Strategie, die einen öffentlichen Track Record über ein Jahr und länger aufbauen wollen.

Risiken. Das Abo ist sicher, die Fee nicht. 15 % auf eine fiktive Zuteilung sind kleine Beträge; ohne Zuteilung zahlst du nur.

Welche EAs passen. Eigene oder stark angepasste Strategien mit stetiger Monatsrendite und begrenztem Drawdown; das Rating gewichtet die Sechsmonatsrendite mit 67 %. Lange gehaltene Hochhebel-Körbe stoßen an die D-Leverage-Grenzen der Risk Engine.

Alles im Detail, mit Screenshots, Auszahlungszyklus und Rechenbeispiel: Darwinex Zero erklärt.

4. Copy Trading und Signalanbieter

Ablauf
  1. 1Eigenes Live-Konto
  2. 2Signal veröffentlichen
  3. 3Follower kopieren
  4. 4Abo- oder Erfolgsgebühr
Wer trägt den Verlust
Dein eigenes Kapital auf dem Signalkonto. Die Follower tragen ihre eigenen Verluste.
Wie du bezahlt wirst
Gebühren der Follower nach den Regeln der Plattform, abzüglich ihrer Provision.

So funktioniert es. Du handelst ein eigenes Live-Konto und veröffentlichst es als Signal auf einer Plattform. Follower kopieren deine Trades auf ihre eigenen Konten und zahlen dafür ein Abo oder eine Erfolgsgebühr. Das Kapital, mit dem du „handelst", liegt also bei den Followern; du verwaltest es nicht, sie spiegeln dich.

Kosten und Regeln. Je nach Plattform: Kosten deines eigenen Kontos, Plattformprovision auf deine Einnahmen, Mindestanforderungen an Kontogröße oder Historie. Die konkreten Sätze unterscheiden sich stark; wir nennen hier bewusst keine.

Auszahlung. Nach den Regeln der Plattform, meist monatlich. Ohne Follower keine Einnahmen.

Passt zu Tradern mit einem langen, sauber dokumentierten Live-Track-Record, die mit öffentlicher Sichtbarkeit jedes Drawdowns leben können.

Risiken. Dein eigenes Kapital trägt die Verluste; ein schlechter Monat kostet Follower und damit Einnahmen. Haftungs- und Regulierungsfragen hängen von Plattform und Wohnsitz ab.

Welche EAs passen. Strategien, deren Live-Ergebnis über viele Monate nachvollziehbar ist. Wie man einen Track Record liest, steht in Equity-Kurve erklärt und Forex-Roboter-Erfahrungen: echte Ergebnisse.

5. Eigenes Kapital

Ablauf
  1. 1Einzahlung beim Broker
  2. 2Handel mit eigenem Geld
  3. 3100 % Gewinn und Verlust
Wer trägt den Verlust
Komplett du, bis zur Höhe deiner Einzahlung (Negativsaldoschutz für Privatkunden in der EU).
Wie du bezahlt wirst
Der ganze Gewinn gehört dir, Auszahlung nach den Bedingungen des Brokers.

So funktioniert es. Du zahlst bei einem Broker ein und handelst. Kein Regelwerk außer Margin und Hebel, kein Gewinnanteil für Dritte, aber auch niemand, der Verluste trägt.

Kosten. Spreads, Kommissionen und Swaps statt Gebühren. Sie fallen bei jedem Trade an und summieren sich bei aktiven EAs; vergleiche sie in unserem Broker-Vergleich.

Auszahlung. Der ganze Gewinn gehört dir, Auszahlung nach den Bedingungen des Brokers.

Passt zu allen, die Verluste bis zur Höhe der Einzahlung tragen können, und als Testfeld, bevor du eine Strategie einem Regelwerk aussetzt.

Risiken. Totalverlust der Einzahlung möglich. Für Privatkunden in der EU gilt Negativsaldoschutz.

Welche EAs passen. Grundsätzlich alle, auch Grid und Martingale, sofern du deren Risiko verstehst und nur Geld einsetzt, dessen Verlust du verkraftest. Den Einstieg beschreibt Algo-Trading starten.

Welches Modell passt zu welchem EA?

Dein EAChallengeInstantDarwinex ZeroCopyEigenes Konto
Trend/Breakout mit festem Stop-Losspasstpasst, wenn sehr gleichmäßigpasst, wenn eigenständigpasst mit Historiepasst
Scalper mit vielen kurzen TradesRegeln zu Serverlast und News prüfenKonsistenzregel prüfenpasst, Risk Engine skaliertSlippage bei Followernpasst
Grid, Martingale, Averagingschwierig (Tages- und Gesamtgrenze)sehr schwierig (oft trailing)Hebel- und HaltedauergrenzenDrawdowns öffentlichnur mit verkraftbarem Geld
Gekaufter Massen-EAerlaubt je nach Anbietererlaubt je nach AnbieterKorrelationsrisiko, Klausel 5.3wenig Alleinstellungpasst

Eine Faustregel: Teste jeden EA zuerst auf einem kleinen eigenen Konto oder Demo und miss den schlechtesten Intraday-Drawdown, nicht nur den Schluss-Drawdown. Erst damit lässt sich sagen, welches Regelwerk er übersteht. Wie man testet, steht in Backtesting und Forward-Testing.

Häufige Denkfehler

  • „90 % ist mehr als 15 %." Nur bei gleicher Basis. Entscheidend ist, worauf der Anteil berechnet wird und wie oft du durch Regelbrüche bei null anfängst.
  • „Ohne Prüfung ist es einfacher." Instant Funding verschiebt die Hürde von einem Gewinnziel zu engeren Grenzen und einer höheren Gebühr.
  • „Kein Drawdown-Limit heißt keine Konsequenz." Bei Darwinex Zero kostet ein Drawdown Rating und Zuteilungen über Monate.
  • „Das Geld ist echt." Die Auszahlungen sind echt, die Konten und Zuteilungen in aller Regel simuliert oder fiktiv.

Quellen

Alle Seiten am 03.11.2026 aufgerufen; Screenshots vom selben Tag.

Häufige Fragen

Was ist Instant Funding?

Beim Instant Funding kaufst du direkt ein simuliertes Konto, ohne vorher eine Challenge zu bestehen. Dafür ist die Gebühr höher und meist nicht erstattbar, und die Verlustgrenzen sind eng. Beispiel FTMO Instant Account (Stand 03.11.2026): 5.000 bis 100.000 USD Konto, Einmalgebühr 169 bis 2.999 €, 3 % Tages- und 10 % Gesamtverlust, 30-%-Konsistenzregel, 90 % Gewinnanteil.

Was ist der Unterschied zwischen statischem und Trailing-Drawdown?

Eine statische Grenze liegt fest unter dem Startkapital, zum Beispiel 10 % darunter, und bewegt sich nie. Eine Trailing-Grenze zieht mit dem höchsten erreichten Kontostand mit. Nach einem Gewinnlauf liegt sie also höher, und ein normaler Rücksetzer kann das Konto beenden, obwohl es noch im Plus ist. Für Strategien mit schwankender Equity ist Trailing deutlich härter.

Welches Funding-Modell ist für einen EA am besten?

Das hängt vom Drawdown-Verhalten ab. EAs mit festem Stop-Loss und kleinem Intraday-Drawdown passen zu Challenges. Instant Funding verlangt eine noch flachere Kurve. Darwinex Zero passt zu eigenen, unkorrelierten Strategien mit stetiger Monatsrendite; gekaufte Massen-EAs sind dort wegen der Korrelationsregeln problematisch. Grid- und Martingale-EAs passen am ehesten auf ein eigenes Konto mit Geld, dessen Verlust du verkraftest.

Wie schnell wird bei Prop Firms ausgezahlt?

Bei FTMO kannst du die Auszahlung ab dem 14. Tag nach dem ersten Trade beantragen; Prüfung und Versand dauern laut FTMO je meist 1 bis 2 Werktage (Stand 03.11.2026). Andere Anbieter zahlen alle 5 Werktage, alle 14 Tage oder auf Abruf. Bei Darwinex Zero wird die Performance Fee standardmäßig quartalsweise berechnet, optional monatlich.

Ist das Geld bei Prop Firms echt?

Die Konten sind in aller Regel simuliert, die Auszahlungen echt. Die Firma zahlt dich aus eigenen Einnahmen, zu denen die Gebühren gescheiterter Versuche gehören. Deshalb setzt sie Regeln exakt durch. Bei Darwinex Zero sind die Zuteilungen ebenfalls fiktiv; echtes Investorenkapital gibt es dort erst ab der Stufe DarwinIA GOLD.

Lohnt sich Copy Trading als Signalanbieter?

Nur mit einem langen, sauberen Live-Track-Record. Du handelst mit eigenem Geld, Follower zahlen Abo- oder Erfolgsgebühren nach den Regeln der Plattform, und jeder Drawdown ist öffentlich sichtbar. Ohne Follower verdienst du nichts außer deiner eigenen Rendite.

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