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Kurz erklärt
DCA heißt: kaufen nach Kalender, nicht nach Kurs. Das Programm kauft zum Beispiel jeden Tag zur selben Zeit dieselbe Menge. Fällt der Kurs zwischendurch, bekommt jeder neue Kauf mehr für sein Geld, und der Durchschnittspreis aller Käufe sinkt.
Das klingt nach einem Trick, ist aber nur eine Verteilung des Einstiegs. Ob es aufgeht, entscheidet allein der Kurs am Ende des Plans. Im Hebelkonto kommt dazu, dass jeder Kauf Margin bindet und über Nacht Swap kostet.
Wie sich ein Korb ohne Stop auf die Equity-Kurve auswirkt, erklärt der Ratgeber Equity-Kurve erklärt. Die Unterschiede zu Grid und Martingale findest du in Grid- und Martingale-EAs: Risiken.
Die Strategie im Schema
Ein gezeichneter Kursverlauf, keine Marktdaten. Erst der Fall, in dem die Regel aufgeht, dann derselbe Ablauf, wenn sie scheitert.
- Geschlossen
- ±0 Pips
- Offen
- –
- Volumen offen
- –
Schema, keine Marktdaten: ein gezeichneter Kursverlauf, Ergebnisse in Pips, gewichtet auf 0,10 Lot. Kein Backtest, keine Aussage über einen echten EA.
So handelt die Strategie
- Einen Plan festlegen: wie oft gekauft wird (z. B. jeden Tag oder jede Woche), wie groß jeder Kauf ist und wie viele Käufe es insgesamt gibt.
- Zum festen Zeitpunkt kaufen, ohne auf den Kurs zu schauen. Jeder Kauf hat dieselbe Größe.
- Kein Stop pro Kauf: Alle Käufe bilden zusammen eine Position mit einem Durchschnittspreis.
- Fällt der Kurs, kauft der Plan weiter. Der Durchschnittspreis sinkt mit jedem Kauf.
- Am Ende des Plans (oder bei einem Ziel über dem Durchschnittspreis) wird alles zusammen verkauft.
Wo das Risiko sitzt
DCA verteilt den Einstiegszeitpunkt, nicht das Risiko. Am Ende ist die volle Menge gekauft, und der ganze Betrag hängt an einer einzigen Frage: Liegt der Kurs dann über dem Durchschnittspreis oder darunter?
Im Sparplan auf einen Aktienindex ist DCA ohne Hebel und ohne Laufzeitende gedacht. Im Forex- oder CFD-Konto ist das anders: Jeder Kauf kostet Margin, über Nacht fällt Swap an, und ein Margin Call kann den Plan beenden, bevor sich der Kurs erholt.
Weil ohne Stop nachgekauft wird, wächst der offene Verlust in einem anhaltenden Abwärtstrend mit jedem Kauf. Das sieht auf dem Papier ähnlich aus wie ein Grid, nur dass der Auslöser die Uhr ist und nicht der Kurs.
Wann sie funktioniert, wann sie scheitert
Funktioniert eher, wenn …
- Der Kurs fällt zwischendurch und steigt bis zum Ende des Plans wieder über den Durchschnittspreis.
- Ein Markt mit langfristigem Aufwärtstrend und ohne Hebel.
- Genug freie Margin für alle geplanten Käufe.
Scheitert eher, wenn …
- Ein anhaltender Abwärtstrend über die ganze Laufzeit des Plans.
- Hebel und Swap-Kosten, die die offene Position Tag für Tag teurer machen.
- Ein Plan ohne Verlustgrenze auf einem zu kleinen Konto.
Woran du sie an einem EA erkennst
Spuren im Tradelog eines Live-Kontos, unabhängig davon, wie der Anbieter den EA nennt.
- Käufe in regelmäßigen Zeitabständen (z. B. täglich um dieselbe Uhrzeit), unabhängig vom Kurs.
- Alle Positionen gleich groß und in dieselbe Richtung, ohne eigenen Stop.
- Die Einstiege haben keinen festen Pip-Abstand wie bei einem Grid, sondern einen festen Zeitabstand.
- Positionen schließen gemeinsam, oft erst nach Tagen oder Wochen.
Typische Einstellungen
| Einstellung | Typisch | Wirkung |
|---|---|---|
| Intervall | täglich, wöchentlich oder alle X Kerzen | Kürzer = mehr Käufe, schnellerer Aufbau. |
| Größe je Kauf | gleich bleibend | Steigt sie mit Verlusten, ist es kein DCA mehr, sondern Martingale. |
| Anzahl Käufe | 5–20 | Legt das maximale Volumen fest. |
| Ausstieg | Ende des Plans oder Ziel über dem Durchschnittspreis | Ohne Regel bleibt die Position offen. |
| Verlustgrenze | für die ganze Position oder das Konto | Fehlt sie, entscheidet der Margin Call. |
Übliche Spannen aus EA-Handbüchern und Setfiles, keine Empfehlung.
EAs in unseren Tests mit dieser Bauart
In unseren EA-Tests ist bisher kein EA ausdrücklich mit dieser Bauart markiert. Viele EAs kombinieren sie mit anderen Mechaniken; das Tradelog zeigt es meist schneller als die Produktbeschreibung. Alle EA-Tests →
Verwandte Strategien
- Grid-TradingKauft in festen Abständen nach, wenn der Kurs fällt, und schließt alles zusammen über dem Durchschnittspreis.
- MartingaleVerdoppelt nach jedem Verlust das Lot, damit ein einziger Gewinn alle vorigen Verluste zurückholt.
- Carry-TradeHält die Währung mit dem höheren Zins und kassiert täglich Swap, solange der Wechselkurs nicht stärker fällt.
Alle Strategien →Alle Bauarten im Vergleich: EA-Strategien erklärt →
Häufige Fragen
Was bedeutet DCA im Trading?
Was ist der Unterschied zwischen DCA und Grid-Trading?
Ist DCA im Forex-Handel sinnvoll?
Senkt DCA das Risiko?
Video: die Strategie in unter einer Minute
Dieselbe Animation als Video mit Untertiteln, für alle, die es lieber anschauen.