Was ToTheMoon ist
ToTheMoon von Daniel Moraes Da Silva (MQL5-Market, 600 USD, MT4-Zwilling separat) ist ein Grid-System mit Martingale-Averaging auf AUDCAD M5: Läuft der Kurs gegen die Position, kauft der EA mit steigenden Lots nach, sucht den Durchschnittspreis und schließt beim Zurückkommen in Teilorders. Einen klassischen Stop-Loss gibt es nicht; der Vendor nennt sein Drawdown-Management „Smart Stop Loss“. Der Roboter erschien im Mai 2023 im Market (Version 3.6 vom Mai 2026), hat eine eigene Website und einen Vendor, der nach unserer Recherche bereits mit Gewinnbeteiligung arbeitet — ungewöhnlich für einen MQL5-Verkäufer.
Die Vendor-Signale und die Preset-Frage
Der Vendor veröffentlicht für viele seiner Presets eigene Signale — und lässt auch die stehen, die schlecht gelaufen sind. Das ist in dieser Nische selten: Man kann sehen, wie unterschiedlich derselbe Roboter je nach Setfile läuft, wenn man hinschaut. Neben vorsichtigen Varianten wie „NoPain“ und „NoFear“ gibt es aggressive Presets wie MinorForce, MajorForce, RetireNow, TriForce, EasyGoal oder UpHill, deren Drawdowns ein Vielfaches höher liegen; mindestens eines hat ein Konto praktisch ausgelöscht.
Die Lehre daraus: Das Risiko dieses EA ist keine Produkteigenschaft, sondern eine Preset-Entscheidung. Wer das falsche Setfile lädt, fährt nicht „ToTheMoon mit etwas mehr Risiko“, sondern ein System, das nachweislich ein Konto ausgelöscht hat.
Bauart und Risiko
Die Bauart selbst — Grid mit steigenden Lots, ohne harten Stop — bleibt auch bei vorsichtigem Preset das, was unser Ratgeber zu Grid- und Martingale-EAs beschreibt: ruhige Kurve bis zum Trendbruch. AUDCAD ist dafür historisch ein gutmütiges Paar; eine Garantie für die Zukunft ist das nicht.
Wer ToTheMoon selbst prüfen will, startet mit der Gratis-Demo, sucht das Vendor-Signal zum gewählten Preset und achtet dort auf Equity-Drawdown und Lot-Steigerung, nicht auf die Balance.
Kosten & Bedienung
600 USD Kauf sind für ein Ein-Paar-Grid viel; die Miete ab 100 USD/Monat und die Gratis-Demo sind der bessere Einstieg. Voraussetzungen: Hedging-Konto, Hebel über 1:100, USD-Konto bevorzugt, 600 USD (NoStress) bis 1.200 USD (NoPain) Mindesteinlage — ein deutlicher Puffer darüber ist sinnvoll. Die Bedienung ist Preset-Arbeit: Preset laden und nicht anfassen, und zwar eines der vorsichtigen wie NoPain oder NoFear. Ein ECN-Broker mit engem AUDCAD-Spread ist Pflicht (EA-Broker-Vergleich).
Für wen die Bauart passt (und für wen nicht)
Passt grundsätzlich zu Tradern, die ein AUDCAD-Grid fahren wollen, sich strikt an ein vorsichtiges Preset halten, Kapital deutlich über der Mindesteinlage mitbringen und den EA als Kleinbaustein im EA-Portfolio sehen — nicht neben Waka Waka oder anderen AUD/CAD-Grids, weil die Körbe dann gleichzeitig unter Wasser stehen.
Passt nicht zu Prop-Firm-Konten, zu Einsteigern, die zwischen vielen Presets wählen sollen, und zu allen, die „Smart Stop Loss“ für einen Stop-Loss halten.
Einordnung
ToTheMoon ist ein transparent dokumentierter AUDCAD-Grid mit einem Vendor, der seine Fehlschläge nicht versteckt — und mit einer Bauart, die am falschen Preset ein Konto auslöschen kann. Wer ihn einsetzt, wählt das Preset bewusst, bleibt klein und schaut auf die Equity, nicht auf die Balance.
ToTheMoon gibt es nicht bei unserem Partner AlgoTradingSpace (ATS). Wir bewerten ihn trotzdem nach derselben Formel wie alle EAs, verlinken aber nicht zum Anbieter.
