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Kurz erklärt
Hedging bedeutet in der EA-Welt meist etwas Einfaches: Läuft eine Position ins Minus, eröffnet das Programm eine gleich große Gegenposition. Ab dann gleichen sich Gewinne und Verluste beider Seiten aus, der offene Verlust bleibt stehen.
Das sieht aus wie ein Stop, ist aber keiner. Der Verlust ist nur eingefroren. Ob er kleiner oder größer wird, entscheidet sich erst, wenn die Absicherung wieder aufgelöst wird.
Die Strategie im Schema
Ein gezeichneter Kursverlauf, keine Marktdaten. Erst der Fall, in dem die Regel aufgeht, dann derselbe Ablauf, wenn sie scheitert.
- Geschlossen
- ±0 Pips
- Offen
- –
- Volumen offen
- –
Schema, keine Marktdaten: ein gezeichneter Kursverlauf, Ergebnisse in Pips, gewichtet auf 0,10 Lot. Kein Backtest, keine Aussage über einen echten EA.
So handelt die Strategie
- Eine Position eröffnen, meist ohne Stop.
- Läuft sie um einen festen Betrag ins Minus, eine Gegenposition gleicher Größe eröffnen (Lock).
- Solange beide offen sind, ändert sich der offene Verlust kaum noch.
- Bei einer Gegenbewegung die Absicherung schließen (Unlock), in der Hoffnung, dass die erste Position sich erholt.
- Die erste Position schließt im Ziel oder an einem Verlustlimit.
Wo das Risiko sitzt
Ein Lock begrenzt den offenen Verlust nur, solange er besteht. Er beendet ihn nicht. Irgendwann muss eine der beiden Seiten geschlossen werden, und genau diese Entscheidung trägt das Risiko.
Wird zu früh aufgelöst und der Kurs läuft weiter, wächst der Verlust der ersten Position erneut. Manche EAs locken dann wieder, mit mehr Positionen und mehr Kosten.
Beide Positionen kosten Swap über Nacht, meist auf beiden Seiten netto negativ. Lange gehaltene Locks werden dadurch teurer. Nicht jeder Broker erlaubt Gegenpositionen auf demselben Konto (FIFO-Regel in den USA).
Wann sie funktioniert, wann sie scheitert
Funktioniert eher, wenn …
- Ein Rücksetzer, der nach dem Lock in eine Erholung übergeht.
- Kurze Lock-Phasen, bevor Swap-Kosten ins Gewicht fallen.
Scheitert eher, wenn …
- Auflösen bei einer kurzen Gegenbewegung, nach der der Kurs weiterläuft.
- Lange Seitwärtsphasen mit Lock, die nur Swap kosten.
- Mehrfaches Locken und Auflösen, bei dem sich die Verluste sammeln.
Woran du sie an einem EA erkennst
Spuren im Tradelog eines Live-Kontos, unabhängig davon, wie der Anbieter den EA nennt.
- Gleichzeitig offene Kauf- und Verkaufspositionen gleicher Größe auf demselben Symbol.
- Positionen ohne Stop, die tagelang oder wochenlang offen sind.
- Spürbare Swap-Kosten im Tradelog.
- Equity bleibt lange flach unter dem Kontostand, ohne dass Trades geschlossen werden.
Typische Einstellungen
| Einstellung | Typisch | Wirkung |
|---|---|---|
| Lock-Schwelle | z. B. 30 Pips im Minus | Ab wann abgesichert wird. |
| Lock-Größe | 100 % der Position | Darunter nur teilweise abgesichert. |
| Unlock-Regel | Gegenbewegung von X Pips oder Signal | Die entscheidende und schwierigste Regel. |
| Verlustlimit | für die erste Position oder das Konto | Ohne Limit ist der Verlust offen. |
Übliche Spannen aus EA-Handbüchern und Setfiles, keine Empfehlung.
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Häufige Fragen
Ist Hedging eine Absicherung gegen Verluste?
Was ist der Unterschied zwischen Hedging und Zone Recovery?
Erlaubt jeder Broker Hedging?
Video: die Strategie in unter einer Minute
Dieselbe Animation als Video mit Untertiteln, für alle, die es lieber anschauen.