Kurzurteil
Dawnbreak ist ein Session-Range-Breakout für MetaTrader 5: Er misst Hoch und Tief eines festen Zeitfensters, legt eine BuyStop-Order darüber und eine SellStop-Order darunter, und die erste, die auslöst, gewinnt. Ein Trade pro Tag und Chart, Stop-Loss auf jedem Trade, kein Grid, kein Martingale. Den Quellcode haben wir vollständig gelesen – die Risiko-Logik hält, was das Listing verspricht.
Was fehlt, ist der Beleg. Seit dem 05.10.2026 handelt ein Echtgeld-Konto bei IC Markets – nach einer Woche ist das ein Anfang, kein Track-Record, und es läuft nicht mit den veröffentlichten Beispiel-Sets. Der einzige MT5-Backtest stammt vom Entwickler selbst und deckt nur Gold ab: +47,2 % in 21 Monaten bei 18,3 % Drawdown, ein Profit-Faktor von 1,24 – ein dünner Vorteil. Unsere Methodik gewichtet den fehlenden Live-Track am stärksten. Deshalb steht Dawnbreak bei 2,9/5 mit roter Ampel – derselbe Maßstab, nach dem wir auch Range Breakout EA (3,4, zwei öffentliche Signale) und The ORB Master (2,6) bewertet haben.
Offenlegung
Dawnbreak ist ein eigenes Produkt: Der Betreiber von AlgoVerdict hat den EA entwickelt und verkauft ihn auf MQL5. Wir verdienen an jedem Verkauf. Der Link zur Produktseite unten ist deshalb kein Partnerlink, sondern als „Eigenes Produkt“ gekennzeichnet.
Damit dieser Interessenkonflikt die Note nicht verschiebt, haben wir drei Dinge festgelegt:
- Gleiche Gewichte, gleiche Ampel-Regeln wie für alle anderen EAs auf der Methodik-Seite. Kein Kriterium wurde für diesen Test angepasst.
- Belege nur, wo andere sie auch liefern müssten. Den Quellcode konnten wir lesen, weil es unser eigener ist – er zählt für Strategie-Risiko und Bedienbarkeit, aber nicht für den Live-Track. Ein Käufer sieht den Code nicht.
- Im Zweifel strenger. Wo eine Teilnote zwischen zwei Werten lag, haben wir den niedrigeren genommen.
So handelt Dawnbreak
Die Animation oben zeigt den Strategie-Typ schematisch. Konkret läuft jeder Handelstag in vier Schritten ab:
- Messen – Hoch und Tief eines festen Fensters in Serverzeit, auf Gold zum Beispiel 03:05–06:05. Nach Fensterende liest der EA die Range noch einmal aus der M1-Historie, damit ein verpasster Tick sie nicht verfälscht.
- Klammern – BuyStop am Range-Hoch, SellStop am Range-Tief, beide mit Stop-Loss und Ablaufzeit.
- Ausbruch – die erste Order, die auslöst, gewinnt, die andere wird gelöscht (One-Cancels-Other). Gelingt beim Platzieren nur eine der beiden Orders, nimmt der EA auch diese zurück, statt einseitig zu handeln.
- Ausstieg – Stop-Loss, Take Profit oder die feste Schlusszeit. Was dann noch offen ist, wird geschlossen.

Märkte & Setfiles
Für acht Märkte gibt es Beispiel-Sets: Gold (XAUUSD, einmal ohne und einmal mit adaptivem Take Profit), vier Währungspaare (EURUSD, GBPUSD, USDJPY, EURJPY), zwei Indizes (DE40, US30) und Bitcoin. Alle Sets riskieren 1 % des Kontostands pro Trade, legen den Stop an die Gegenseite der Range und haben eine eigene Magic Number, damit mehrere Charts auf einem Konto nebeneinander laufen.
Die wichtigste Einschränkung steht im Listing selbst: Getestet ist bisher nur Gold. Die Zeitfenster der anderen sieben Märkte sind Startwerte ohne eigenen Backtest. Ein älterer Fenster-Vergleich des Vorgängers „Janus Breakout“ arbeitete mit anderen Fenstern und lässt sich auf diese Sets nicht übertragen. Wer EURJPY oder DE40 handeln will, muss den Markt selbst im Strategietester und auf einem Demokonto prüfen.

Zwei Punkte aus den Set-Dateien, die das Listing nicht hervorhebt: Nur die beiden Gold-Sets haben einen Range-Filter (0,2–1,5 % des Preises). In allen neun Sets sind Tagesverlust-Limit und Spread-Filter ausgeschaltet. Am 01.10.2026 waren die im Listing angekündigten Sets noch nicht sichtbar; der Entwickler hat sie am 07.10.2026 in den Kommentaren der Produktseite gepostet, und sie sind identisch mit den neun Dateien, die wir für diesen Test gelesen haben.
Risiko- & Stop-Logik (aus dem Code)
Hier ist Dawnbreak am stärksten, und das haben wir nicht aus dem Listing übernommen, sondern im Quellcode der Version 3.5 nachgelesen. Version 3.60, seit dem 07.10.2026 im Verkauf, ändert nur ein Detail: Der EA versucht nicht mehr, eine Order zu löschen, die der Server gerade ausführt – das entfernt harmlose Fehlerzeilen aus dem Log. Wir haben beide Dateien verglichen; Handelslogik und Eingaben sind identisch.
- Jede Order hat einen Stop. Vier Modi: Gegenseite der Range (Standard), ein Vielfaches der Range, ein Prozentsatz des Preises oder feste Punkte. Für jeden Modus außer dem Standard lehnt der EA einen Stop-Wert von null schon beim Start ab.
- Die Lotgröße folgt dem Stop. Sie wird aus Risikobetrag und Stop-Distanz berechnet, und zwar aus der weiteren der beiden Seiten – das Risiko stimmt also auch dann, wenn eine Order wegen des Mindestabstands des Brokers nach außen verschoben werden musste.
- Abrunden, nie aufrunden. Liegt die berechnete Lotgröße unter dem Mindestlot des Brokers, setzt der EA den Tag aus und schreibt das ins Log. Würde er auf das Mindestlot aufrunden, läge das Risiko an diesen Tagen über dem eingestellten Wert.
- Margin-Kappung. Vor dem Platzieren rechnet der EA die Margin für die Market-Order, zu der eine Stop-Order beim Auslösen wird, und kappt die Lotgröße auf 90 % der freien Margin. Auch das Volumen-Limit des Brokers pro Richtung wird berücksichtigt.
- Ein Trade pro Tag, auch nach einem Neustart. Der EA merkt sich einen Fill sofort über das Trade-Ereignis, prüft nach einem Neustart die Deal-Historie des Tages und löscht eine übrig gebliebene Order. Ein zweiter Trade am selben Tag ist so nicht möglich.
- Kein Grid, kein Martingale. Die Lotgröße hängt nur von Kontostand und Stop ab, nicht vom letzten Ergebnis, und es gibt keine Nachkauf-Logik.
Die Schwächen stehen ebenfalls im Code:
- Kein kontoweiter Deckel. Tagesverlust-Limit, Verlustserien-Pause und Spread-Filter gelten jeweils pro Chart – und sind in den Beispiel-Sets aus. Laufen acht Charts mit je 1 %, können am selben Tag bis zu 8 % des Kontos im Risiko stehen.
- Stop-Orders kennen keine Slippage-Grenze. Bei Kurslücken, etwa nach dem Wochenende oder bei Nachrichten, füllt der Broker zum nächsten verfügbaren Preis. Der reale Verlust kann dann über dem eingestellten 1 % liegen. Einen News-Filter gibt es nicht.
- Risiko vom Kontostand, nicht vom Eigenkapital. Bei offenen Verlusten auf anderen Charts rechnet der EA mit dem höheren Kontostand.
- Feste Serverzeit. Die Fenster gelten für Broker mit UTC+2/UTC+3. Bei einer anderen Serverzeit muss man sie selbst verschieben, und ein Fenster über Mitternacht ist nicht möglich.
Adaptive Take Profit
Statt eines festen Ziels kann Dawnbreak eines lernen. Nach jedem Ausbruch misst der EA, wie weit der Kurs in Trade-Richtung lief – bis zum Stop-Niveau oder zum Sitzungsende, auch nachdem ein Ziel schon erreicht war. Das nächste Ziel ist der Durchschnitt der letzten 30 Messungen. Ausbrüche, die nie in die richtige Richtung liefen, zählen mit null, sodass der Durchschnitt nicht nur aus Gewinnern besteht.
Bis 30 Werte gesammelt sind, handelt der EA standardmäßig nur auf Papier und platziert keine Orders; laut Listing dauert das sechs bis acht Wochen. Optional lassen sich eine Unter- und eine Obergrenze als Vielfaches der Range setzen.

Grenzen, die man kennen sollte: Ein einfacher Durchschnitt reagiert stark auf Ausreißer – in den 30 Beispielwerten der Grafik liegt einer bei rund 142 USD, der Durchschnitt bei 45,1 USD. Die gelernten Werte speichert der EA in den globalen Variablen des Terminals. Wer auf ein neues Terminal oder einen neuen VPS umzieht, beginnt ohne Übertragung wieder bei null, und im Strategietester startet jeder Test ohne Werte – mit Papierhandel bringen dort die ersten 30 Ausbrüche keine Trades.
Schutzfunktionen & Dashboard
Neben der Stop-Logik bringt Dawnbreak die üblichen Werkzeuge mit: Break-even und Trailing-Stop (in Punkten oder als Vielfaches der Range), Range-Filter, Tagesverlust-Limit inklusive offener Verluste, Pause nach einer Verlustserie, maximaler Spread und Handelstage. Verschwinden beide Pending-Orders vor einem Fill – etwa weil ein anderes Programm sie gelöscht hat –, legt der EA die Klammer bis zu achtmal am Tag neu.

Das Dashboard zeigt Status, Zeitleiste der Sitzung, Range und Preis, Tagesergebnis, Verlust-Limit, Take Profit und die letzten Trades. Auf dem Chart bleiben die Ranges der letzten 20 Handelstage samt Order-Niveaus sichtbar; ausgefilterte Tage sind markiert. Beim Start schreibt der EA die wichtigsten Einstellungen ins Log – ein falsch geladenes Set fällt so sofort auf.


Backtest
Es gibt einen Backtest im MT5-Strategietester, und nur für Gold. Der Entwickler hat beide öffentlichen Gold-Sets über den ATS Backtest Manager laufen lassen: XAUUSD, 01.01.2025 bis 01.10.2026, jeder Tick auf Basis echter Ticks von Darwinex, zufällige Ausführungsverzögerung, 10.000 USD Startkapital, Hebel 1:100. Einstellungen der Gold-Sets: 1 % Risiko pro Trade, Range 03:05–06:05, Schluss 18:55, Stop an der Gegenseite, Range-Filter 0,2–1,5 %.
| Gold-Set | Trades | Ergebnis | Max. Drawdown | Profit-Faktor |
|---|---|---|---|---|
| klassisch, ohne Take Profit | 403 | +47,2 % | 18,3 % | 1,24 |
| adaptiver Take Profit | 380 | +23,1 % | 12,3 % | 1,16 |
Backtest des Entwicklers, MT5-Echtticks (Darwinex), XAUUSD.
Die Werte des klassischen Sets stehen im Listing, die des adaptiven Sets in der Zusammenfassung des Entwicklers zum selben Lauf. Trefferquoten: 47,9 % und 53,7 %. Das adaptive Set handelt auch im Tester seine ersten 30 Ausbrüche nur auf Papier, sein Ergebnis beginnt also sechs bis acht Wochen später.
Was der Test zeigt – und was nicht:
- Echte Ticks statt Proxy. Die Spreads stammen aus den Tick-Daten, die zufällige Verzögerung simuliert langsamere Ausführungen. Ob eine Kommission berechnet wurde, steht nicht in der Zusammenfassung.
- Ein dünner Vorteil. Ein Profit-Faktor von 1,24 heißt: Für jeden verlorenen Dollar kamen 1,24 Dollar zurück. Über 21 Monate sind das +47,2 % bei 18,3 % Drawdown. Ein Broker mit breiteren Spreads oder mehr Slippage bei den Stop-Orders kann davon einen großen Teil fressen.
- Nur ein Markt, nur ein Zeitraum. 21 Monate in einer starken Gold-Phase; die anderen sieben Märkte sind im Strategietester gar nicht getestet.
- Wiederholbar. Die Gold-Sets sind öffentlich, und die kostenlose Demo läuft im Strategietester – jeder kann den Test mit den Ticks seines eigenen Brokers wiederholen.
- Der eigene Test des Entwicklers. Wie jeder Anbieter-Backtest zählt er bei uns in keiner Belegklasse.
Eine frühere Python-Studie auf Stundenbars von Gold-Futures hatte +75 % bei 17,7 % Drawdown gezeigt – ohne Handelskosten und mit angenähertem Range-Fenster. Laut Listing-Text ersetzt der Echttick-Test sie, und das Listing nennt nun die niedrigere Zahl – das spricht für das Listing.
Nach unserer Methodik bringen Backtests keine Punkte für den Live-Track. Sie fließen in die Transparenz ein – der wiederholbare Echttick-Test ist der Grund, warum diese Note von 3,5 auf 3,7 gestiegen ist.
Live-Stand
Dawnbreak ist seit dem 01.10.2026 auf MQL5 erhältlich. Seit dem 05.10.2026 handelt er ein Echtgeld-Konto bei IC Markets (Raw Trading Ltd, MT5): 4.300 USD Einlage am 04.10.2026 in einer einzigen Überweisung, bis zum 11.10.2026 kein anderer EA auf dem Konto, Zahlen aus dem ATS Space Tracker. Das Konto führt der Entwickler – also wir selbst. Wir zeigen es mit gekürzter Kontonummer, wie jedes Konto in unserem EA-Park.
Unser Live-Konto · Zahlen aus dem Tracker
Stand: 09. Oktober 2026 · aktualisiert wöchentlich
| Kennzahl | DawnbreakLive · IC Markets · ••7728 |
|---|---|
| Konto geteilt | nein, läuft allein |
| Einlage | 4.300,00 USD |
| Erster Trade | 05.10.2026 |
| Letzter Trade | 09.10.2026 |
| Laufzeit | 5 Tage |
| Trades | 17 |
| Netto | +84,14 USD |
| Netto in % der Einlage | +2,0 % |
| Profit-Faktor | 1,60 |
| Trefferquote | 58,8 % |
| Rückgang geschlossen (nur dieser EA) | 1,5 % · 64,28 USD |
| Max. Drawdown laut Tracker (inkl. offener Positionen) | 2,81 % |
| Status | handelt |
Kumulierter geschlossener G/V seit 05. Oktober 2026 – links in USD, rechts in % der Einlage
- Nur geschlossene Trades; der maximale Drawdown inklusive offener Positionen steht in der Tabelle.
Quelle: unser EA-Park, ausgewertet aus dem ATS Space Tracker (Waterline). Kontonummern gekürzt.
Live dabei sein. Das Konto ist frisch gestartet. Seit dem 11.10.2026 läuft es zusätzlich als öffentliches MQL5-Signal „Range Breakout Dawnbreak“ – dort sieht jeder jeden Trade live, mit Kontostand, Drawdown und vollständiger Handelshistorie ab dem ersten Tag. Das Signal zeigt allerdings das ganze Konto: Ab dem 12.10.2026 stehen dort auch die Index-Trades von LongRunner und Second Wind, und Kontostand und Drawdown des Signals spiegeln ab dann alle drei EAs, nicht Dawnbreak allein.
Was auf dem Konto läuft. Nicht die veröffentlichten Beispiel-Sets, und weiterhin Version 3.5 – 3.60 ändert die Handelslogik nicht. Bis zum 11.10.2026 handelte Dawnbreak dort allein, auf vier Märkten – Gold, EURJPY, USDJPY und Bitcoin – mit einem je Markt von Hand eingestellten Risiko pro Trade und ohne Take Profit: Ein Trade endete am Stop oder zur festen Schlusszeit. Seit dem Abend des 11.10.2026 ist es ein Portfolio-Konto mit drei eigenen EAs. Dawnbreak handelt jetzt sieben Märkte – Gold, EURJPY, USDJPY, Bitcoin, GBPUSD, US30 und DE40 – mit festen 50 USD Risiko pro Trade, rund 1,2 % der Einlage. Zeitfenster und Stop folgen einem Referenz-Setup: Stop bei 1 % vom Preis auf Gold, GBPUSD, US30, DE40 und USDJPY, bei 1 × Range auf EURJPY und Bitcoin. Die veröffentlichten Beispiel-Sets riskieren dagegen 1 % des Kontostands pro Trade, legen den Stop an die Gegenseite der Range und decken acht Märkte ab. Dazu kommen LongRunner, ein täglicher Long-Trade auf US30, USTEC und DE40, der vor dem Rollover schließt, und Second Wind, ein „Turnaround Tuesday“ von Montag auf Dienstag auf denselben drei Indizes – beide mit je 0,10 Lot und ohne Stop-Loss, erste Trades ab Montag, 12.10.2026. Das Konto zeigt deshalb, wie sich Dawnbreak auf einem echten Broker-Server verhält, nicht, was die Beispiel-Sets verdient hätten.
Gezählt wird nur Dawnbreak. Die Tabelle oben und unsere Zahlen unten enthalten weiterhin nur Dawnbreak-Trades – über die Magic Number von den anderen EAs auf dem Konto getrennt. Das MQL5-Signal zeigt dagegen das ganze Konto.
So lesen wir die Zahlen (Stand 09.10.2026). 17 geschlossene Trades in fünf Handelstagen, ein Nettogewinn von 84,14 USD oder 2,0 % der Einlage, Profit-Faktor 1,60, 10 Gewinner und 7 Verlierer. Zwei Trades endeten am Stop: Gold am 05.10. mit 47,62 USD Verlust und EURJPY am 09.10. mit 48,40 USD Verlust – jeweils rund 1,1 % des damaligen Kontostands. Der Tracker misst einen maximalen Drawdown von 2,81 % einschließlich offener Positionen. Nach Märkten brachten Bitcoin 42,14 USD, EURJPY 40,54 USD und Gold 11,07 USD; USDJPY verlor 9,61 USD. Nach einem Höchststand von 130,16 USD Gewinn am 08.10. gab das Konto am 09.10. 46,02 USD wieder ab. Über den Vorteil der Strategie sagen fünf Handelstage nichts – eine einzige schlechte Woche kann jede dieser Zahlen drehen.
Vor dem Live-Start lagen vom Entwickler zwei Screenshots vom 30.09.2026 vor, beide von BlackBull-Charts mit EA-Version 3.2: ein EURJPY-Trade mit +71,96 USD auf einem Demokonto und ein US30-Trade mit +8,00 USD, bei dem der Screenshot die Kontoart nicht zeigt. Sie zeigen, dass der EA auf einem Broker-Server die Range misst, die Klammer setzt und einen Trade sauber schließt – aber kein Ergebnis. Zwei Trades an einem Tag, auf einem Demokonto, mit einer älteren Version: Das ist nach unserer Methodik Belegklasse C und bringt keine Punkte. Den EURJPY-Tag zeigt die Listing-Grafik im Abschnitt zum Dashboard weiter oben.
Warum der Live-Track weiter bei 1,0 steht. Eine Handelswoche ist kein Track-Record. Das Konto gehört dem Entwickler: Bei jedem anderen EA wäre das ein Beleg, den der Anbieter selbst führt, und denselben Maßstab legen wir an uns an. Und es läuft nicht mit den Sets, die Käufer bekommen. Vor dem Start haben wir festgelegt, den Live-Track erst nach drei Monaten auf Echtgeld neu zu bewerten – also frühestens im Januar 2027. Grün ist frühestens nach zwölf Monaten auf einem Echtgeldkonto möglich – dieselbe Schwelle wie für die Empfehlungsliste im EA-Hub.
Kosten & Kapitalbedarf
Der Kaufpreis ist niedrig: Am 08.10.2026 zeigte die Produktseite einen Einführungspreis von 99 USD für die ersten zehn Kopien, danach 149 USD und einen Endpreis von 199 USD, mit zehn Aktivierungen und einer kostenlosen Demo für den Strategietester. Dazu kommt eine Miete für einen Monat zu 30 USD (11.10.2026). Zum Vergleich: Range Breakout EA kostet 649 USD, The ORB Master 499 USD.
Teurer ist das Konto. Weil der Stop an der Gegenseite der Range liegt, ist er auf Gold weit: Bei Ranges von 20 bis 75 USD und 1 % Risiko braucht es laut Listing etwa 7.500 USD oder mehr, damit das Mindestlot von 0,01 nicht mehr als 1 % riskiert. Darunter setzt der EA an Tagen mit breiter Range aus. Wer mehrere Märkte parallel fährt, muss das Risiko addieren – und für die Sitzung braucht das Terminal eine stabile Verbindung, also in der Praxis einen VPS.
Für wen geeignet – und für wen nicht
Geeignet für Trader, die einen nachvollziehbaren Breakout mit hartem Stop selbst betreiben wollen, den Strategietester nutzen und bereit sind, einen Markt erst auf einem Demokonto zu prüfen. Für Prop-Firm-Konten ist die Logik grundsätzlich passend (ein Trade, fester Stop, Tagesverlust-Limit einstellbar), das Limit muss man aber selbst einschalten.
Nicht geeignet, wenn ein belegter Track-Record Voraussetzung ist – das Live-Konto ist erst wenige Tage alt. Ebenfalls nicht für kleine Konten auf Gold, für Trader, die acht Charts mit je 1 % laufen lassen wollen, ohne das Gesamtrisiko zu begrenzen, und für alle, die aus dem Backtest eine Rendite-Erwartung ableiten.
Wie sich die Note zusammensetzt
| Kriterium (Gewicht) | Note | Begründung |
|---|---|---|
| Strategie-Risiko (20 %) | 3,7 | Stop auf jedem Trade, ein Trade pro Tag, Lot nie aufgerundet, Margin-Kappung – im Code belegt. Abzug für fehlenden kontoweiten Deckel, Gap-Risiko der Stop-Orders und ungetestete Märkte. Gleiche Stufe wie vergleichbare Breakout-EAs mit hartem Stop; der Echttick-Test des Entwicklers (18,3 % Drawdown bei 1 % Risiko auf Gold) passt dazu. |
| Live-Track-Record (25 %) | 1,0 | Echtgeld-Konto seit 05.10.2026, aber erst eine Handelswoche, vom Entwickler geführt und mit anderen Einstellungen als die Beispiel-Sets. Wie angekündigt bewerten wir den Live-Track nach drei Monaten auf Echtgeld neu; bis dahin bleibt er bei 1,0. |
| Transparenz (20 %) | 3,7 | Echttick-Backtest mit genannten Einstellungen und öffentlichen Gold-Sets – Käufer können ihn mit der kostenlosen Demo wiederholen; das Listing hat die höheren Proxy-Zahlen durch die niedrigeren ersetzt. Kapitalbedarf und Risiko-Addition offen genannt. Abzüge: eigener Test des Entwicklers ohne genannte Kommission, nur Gold getestet, und das Live-Konto läuft mit anderen Einstellungen als die veröffentlichten Sets. Vorher 3,5. |
| Preis-Leistung (15 %) | 3,6 | 99 USD Einführungspreis für zehn Kopien, 199 USD Endpreis, kostenlose Demo – günstig. Wir bewerten den Endpreis; der Gegenwert ist unbelegt, und ein Echttick-Profit-Faktor von 1,24 lässt einen dünnen Vorteil. |
| Bedienbarkeit (10 %) | 3,6 | Klare Eingaben, Dashboard, Einstellungen im Log, neustart-sicher. Abzug für manuelle Serverzeit-Anpassung, den Kapitalbedarf auf Gold und die Papierphase des adaptiven Ziels, die bei jedem Terminal-Umzug neu beginnt. |
| Broker-Unabhängigkeit (10 %) | 3,0 | Abhängig von Serverzeit, Symbolnamen und Pending-Orders mit Ablaufzeit; der Echttick-Test nutzte die Ticks eines Brokers, und bei einem Profit-Faktor von 1,24 wirken Spread-Unterschiede zwischen Brokern stark. |
Gewichtet ergibt das 2,9 von 5. Eine Note unter 3,0 bedeutet nach unseren Regeln eine rote Ampel. Das ist kein Urteil über den Code, sondern über die Beweislage – und genau so würden wir einen fremden EA mit denselben Belegen einstufen.
Fazit
Dawnbreak ist technisch ein sauber gebauter Breakout-EA mit ehrlichem Listing und einem fairen Preis, und der Echttick-Backtest zeigt auf Gold einen bescheidenen Vorteil. Mehr lässt sich heute nicht sagen. Die Rendite-Frage beantwortet erst eine längere Echtgeld-Historie; das Konto, das am 05.10.2026 gestartet ist, braucht dafür Monate, nicht Tage. Wer den EA trotzdem ausprobieren will, sollte mit der Demo im Strategietester anfangen, dann ein Demokonto nehmen und nur einen Markt mit Gold-Set und eingeschaltetem Tagesverlust-Limit fahren.
Zur MQL5-Produktseite· 199 $ (Einführung 99 $)Eigenes Produkt · kein Partnerlink, wir verdienen am VerkaufQuellen
- MQL5-Produktseite Dawnbreak Session Range Breakout: Preisstaffel 99/149/199 USD, Version 3.60 vom 07.10.2026, Echttick-Backtest in der Beschreibung, keine Bewertungen (abgerufen 08.10.2026); am 01.10.2026: 199 USD oder 30 USD Miete, Version 3.50, keine Bewertungen und keine Kommentare.
- Quellcode Dawnbreak_v3.5.mq5 – vom Entwickler, nicht öffentlich, von uns vollständig gelesen (01.10.2026); Version 3.6 damit verglichen (09.10.2026).
- Neun Beispiel-Set-Dateien Version 3.5 (01.10.2026) – identisch mit den am 07.10.2026 in den Kommentaren geposteten Dateien.
- Backtest-Zusammenfassung des Entwicklers: MT5-Strategietester über den ATS Backtest Manager, XAUUSD, Darwinex-Echtticks, beide öffentlichen Gold-Sets (04.10.2026).
- Rohdaten des früheren Python-Gold-Backtests und der 30 Beispiel-Ausbrüche, von uns nachgerechnet (01.10.2026) – durch den Echttick-Test ersetzt.
- Zwei Screenshots BlackBull EURJPY und US30 vom 30.09.2026.
- MQL5-Signal „Range Breakout Dawnbreak“: öffentliches Signal desselben Echtgeld-Kontos, angelegt am 11.10.2026; es zeigt das ganze Konto, ab 12.10.2026 also auch LongRunner und Second Wind.
- ATS Space Tracker, Echtgeld-Konto ••7728 bei IC Markets: Einlage, geschlossene Trades, Profit-Faktor und Drawdown (abgerufen 09.10.2026).
- Vergleichswerte: unsere Tests von Range Breakout EA und The ORB Master.
