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Was ist Slippage? Ursachen, Auswirkungen und wie du sie reduzierst

Was Slippage ist

Slippage ist die Differenz zwischen dem Kurs, zu dem du eine Order auslösen wolltest, und dem Kurs, zu dem sie tatsächlich ausgeführt wird. Sie entsteht, weil sich der Markt in den Millisekunden zwischen Orderauslösung und Ausführung bewegt – oder weil zum gewünschten Kurs nicht genug Liquidität vorhanden ist.

Für diskretionäre Trader ist Slippage ein Ärgernis. Für EAs und Scalping-Strategien ist sie oft der Unterschied zwischen einem profitablen und einem unprofitablen System: Wer pro Trade 3–5 Pips Ziel hat, den frisst 1 Pip durchschnittliche negative Slippage lebendig.

Warum Slippage entsteht

Auswirkung auf automatisiertes Trading

Backtests rechnen meist mit perfekter Ausführung. Im Livebetrieb verschiebt Slippage Einstieg und Ausstieg – bei hochfrequenten oder eng gestaffelten EAs kann das die im Backtest gemessene Edge halbieren oder ganz aufheben. Deshalb gehört eine realistische Slippage-Annahme in jede seriöse Strategie-Bewertung.

Wie du Slippage reduzierst

  1. ECN-/Raw-Broker mit tiefer Liquidität wählen – siehe unsere Broker-Tests.
  2. VPS nah am Broker-Server betreiben (idealerweise dasselbe Rechenzentrum, z. B. Equinix NY4) – siehe VPS für EAs.
  3. Handelszeiten steuern: keine marktbewegenden News mit Market-Orders durchhandeln.
  4. Limit-Orders nutzen, wo die Strategie es erlaubt.
  5. Slippage messen und überwachen – nur was du misst, kannst du optimieren.

Fazit

Slippage ist kein Randdetail, sondern eine harte Kostenkomponente jeder automatisierten Strategie. Broker-Wahl, VPS-Standort und Order-Logik sind die drei Hebel, mit denen du sie in den Griff bekommst – und genau danach bewerten wir Broker aus Algo-Sicht.